Archiv - Kategorie Fussball

So wird das iPad zum Mini-Kicker

02/2016

Wie? Keinen Kicker im Büro? Welch Skandal. iPad-Besitzer? Dann haben wir die Lösung für euch: Schafft euch dieses praktische Zubehör für euer Tablet an und schon könnt ihr in kleinerer Ausführung loskicken. Im Shop von New Potato Technologies findet man alles, was man für die kleine Umwandlung benötigt. Dann muss nur noch die kostenlose App „Classic Match Foosball“ geladen werden und die Spiele können beginnen. Fürs iPad der dritten und vierten Generation sowie fürs iPad Air gibt es den Spass derzeit für nur $39.99. Wer die erste oder zweite (oder dritte) Generation besitzt, muss mit $99.99 tiefer in die Tasche greifen.

Quelle: Das iPad in einen Mini-Kicker verwandeln

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – Hopp Schwiiz

09/2015

Es schien bereits aussichtslos. Doch die Hartnäckigkeit unserer Nati hat sich am Schluss noch ausgezahlt: Nach einem 0:2-Rückstand und in einer schier unglaublichen Aufholjagd hat die Schweiz gegen Slowenien in letzter Sekunde noch mit 3:2 gewonnen. Mit dem geretteten Heimsieg in letzter Minute ist unserer Nati ein grosser Schritt Richtung EM-Qualifikation gelungen.

In der äusserst spannenden Partie haben unsere Jungs wahre Wunderleistungen vollbracht: Nach dem slowenischen Doppelschlag kurz vor (45′) und kurz nach der Pause (48′) ist es unseren Spielern trotz Platzüberlegenheit (62 zu 38 Prozent Ballbesitz) zunächst nicht gelungen, das Anschlusstor zu machen. So lag die Schweiz vor heimischer Kulisse bis kurz vor Schluss immer noch mit 0:2 zurück. Dabei war auf dem Papier die Schweiz der Favorit: Die letzten direkten Begegnungen gegen Slowenien in der Qualifikation zur WM 2014 fielen mit insgesamt 3:0 Toren für die Schweiz aus. Mit einem wahren Kraftakt ging es im aktuellen Spiel dann aber Schlag auf Schlag. In der 81. Minute gelang Josip Drmic das Anschlusstor, nur zwei Minuten später versenkt Valentin Stocker das Leder nach Vorlage von Xherdan Shaqiri in der unteren linken Torecke: Ausgleich! Spätestens jetzt war allen Beteiligten klar: Da geht noch mehr. Und dass unserer Jungs unbedingt den Sieg wollten, war für alle mehr als deutlich zu spüren. In der fünften Minute der Nachspielzeit (90’+5′) war Drmic dann erneut erfolgreich und sicherte so den Sieg der Eidgenossen buchstäblich in letzter Sekunde.

Im nächsten Spiel gegen San Marino (Spiel am 09.10 zuhause) dürfte die Nati vor eine lösbare Aufgabe gestellt sein. Und am 12.10. heisst es schliesslich noch einmal auswärts gegen Estland antreten. Doch zunächst gilt am 08.09. „Ran gegen England!“

Wenn man bedenkt, dass unsere Mannschaft bei der WM 2014 in Brasilien immerhin bis ins Achtelfinale gekommen ist, darf man bei der EM 2016 durchaus einiges erwarten. Schliesslich sind traditionell starke Mannschaften wie Brasilien und Argentinien bei einer EM logischerweise nicht dabei.

Doch was ist das schönste Fussballspiel ohne die obligatorische Stange feinsten Gerstensaftes in der Hand? Leider haben die Götter vor dieselbe den Kronkorken gesetzt. Falls Sie beim vielen Fussball-Gucken sich aufs Spiel unserer Helden konzentrieren wollen anstatt auf das ewige Suchen des Flaschenöffners, empfehlen wir Ihnen für die anstehenden Fussball-Sessions (und für die EM 2016) den Flaschenöffner für die Wand. Und zu einem verrückten, gedrehten Spiel wie demjenigen gegen Slowenien passt das verrückte, „gedrehte“ Bierglas „Fred Hopside Down“ einfach perfekt.

Swiss Hand

 

Hopp Schwiiz!

Auf ein Neues – Hopp Schwiiz!

09/2014

Kaum sind die Fussball-WM 2014 und die Sommerferien in allen Kantonen vorbei, stehen schon wieder neue fussballerische Aufgaben an: ab heute geht es für unsere Nati um die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich.

Erstmals unter der Leitung von Vladimir Petković heisst der erste Gegner unserer Kicker in der Qualifikationsgruppe E: England. Länderspiele gegen die Insel haben eine lange Tradition: das erste fand bereits im Jahre 1909 statt und ging für die Eidgenossen passend zur Jahreszahl mit einem 0:9-Debakel zu Ende. Zum Glück war das Debütspiel aber nur eine Freundschaftsbegegnung. Allerdings bot England in diesem Spiel wie in den beiden Nachfolgepartien auch nur seine Amateure auf. Das erste Länderspiel gegen die englischen Profis fand im Jahre 1933 statt und ging bereits nur noch 1:4 verloren.

Den ersten Sieg gegen die Engländer, nunmehr durchgehend als Berufsfussballer auflaufend, konnten unsere Tschütteler dann schon fünf Jahre später einfahren. Nach Abpfiff stand es am 21.05.1938 am Hardturm in Zürich immerhin 2:1 für die Eidgenossen – leider war das wiederum nur ein Freundschaftsspiel.

Der Hardturm schien fortan ein gutes Pflaster für unsere Fussballer zu sein: Der nächste Sieg gegen die Jungs von der Insel kam schon 1947, Endstand 1:0.

Es folgte aus Schweizer Sicht eine gegen die Engländer sportlich weniger erfolgreich Zeit, über die wir lieber nicht viele Worte verlieren wollen. Nur soviel: die Wartezeit war lang, der nächste Sieg gegen England fand mit 2:1 erst in den Achtziger Jahren, genauer am 30.05.1981 statt. Aber: immerhin war das ein WM-Qualifikationsspiel!

Wenngleich es aus Schweizer Sicht gegen England also wenig positive Fussball-Erinnerungen gibt, sollte die jetzige Qualifikations-Gruppe E für die Nati doch zu packen sein: die weiteren Gegner unserer Gruppe heissen Slowenien (Hinrunde: 09.10. in Maribor), San Marino (14.10. in Serravalle), Litauen (15.11. in St. Gallen) und Estland (27.03.2015, Austragungsort in der Schweiz steht noch nicht fest). Gegen Litauen gab es zwar seitens der Schweiz noch nie eine Begegnung, die Litauer gelten aber auch nicht gerade als unbezwingbare Weltnation im Fussball.

Erhöht wurde die Anzahl der Teilnehmer für die Endrunde der Europameisterschaft, sie beträgt jetzt 24 statt wie bisher 16. Frankreich ist als Gastgeber zwar direkt für die Endrunde qualifiziert, spielt die Quali aber trotzdem mit. Allerdings werden in den Spielen mit französischer Beteiligung keine Punkte vergeben. Für den Austragungsmodus der EM 2016 bedeutet das, dass für die zu vergebenden 23 Plätze die beiden Gruppenbesten jeder Gruppe sowie der beste Gruppendritte aus allen neun Qualifikationsgruppen sich direkt für das Turnier qualifizieren. Die übrigen Gruppendritten spielen im Play-Off-Modus die restlichen Teilnehmer aus.

Damit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, bei soviel Regelwerk nun nicht schon auf dem Weg zum Kühlschrank die Puste ausgeht, haben wir bei crazystuff.ch vorgesorgt und empfehlen Ihnen partiebegleitend unseren Cooper Cooler Getränkekühler, um Ihr Lieblingsgetränk auch ohne Kühlschrank nicht nur auf die richtige Trinktemperatur zu bringen, sondern auch zuverlässig auf Temperatur zu halten.

Falls Sie sich lieber doch sportlich betätigen wollen, dann montieren Sie doch den Flaschenöffner für die Wand neben dem Kühlschrank. Dann müssen Sie zumindest aufstehen.

Swiss Hand

Hopp Schwiiz

 

 

Brasilianischer Alltag

06/2014

Seit über zehn Jahren lebe ich, Roberto, jetzt in der Schweiz. Mir gefällt es hier, und hier lebt es sich ja schon sehr sicher. Das war bei mir nicht immer so.

Aktuell denke ich auch wegen der Fussball-WM oft an meine Heimat Brasilien. Ein paar Tage nach meinem achtzehnten Geburtstag sass ich in einem Bus in meiner Heimatstadt Niteròi auf dem Weg zu einem Gig, denn ich spielte damals in einer Band. Ich trug meinen Talisman in Form von einer Sonne an einer goldfarbenen Kette um den Hals.

Nach zwei Haltestellen stieg ein Typ mit Hawaii-Hemd in den nur spärlich besetzten Bus ein. Scheinbar ein Fremder, vielleicht ein Tourist, jedenfalls ziemlich unpassend gekleidet für unsere Gegend. Er setzte sich direkt neben mich – obwohl der Bus nicht sonderlich gefüllt war. Er versuchte in akzentfreiem brasilianischen Portugiesisch, mich in ein Gespräch zu verwickeln. Irgendwie kam mir die Sache nicht ganz geheuer vor, und ich wollte den Bus an der nächsten Haltestelle verlassen. Als ich aussteigen wollte, hat mich der Typ mit seinem Bein daran gehindert, aufzustehen. Er öffnete sein Hemd und zeigte auf eine Pistole, die er im Hosenbund trug. Dann forderte er mich auf, meine Goldkette abzulegen und ihm dieselbe gaaaaanz langsam zu überreichen. Da ich kein Risiko eingehen wollte und wusste, dass der Talisman funktionieren würde, tat ich wie mir befohlen und legte zitternd die Kette ab und reichte sie ihm. Mein Nachbar nahm die Kette in Empfang und steckte sie in die Tasche seines Hemdes. Ein gefühlte Ewigkeit später zog er die Kette wieder aus seiner Hemdtasche, hielt sie in der Hand und fragte, ob es sich bei seiner Beute denn eigentlich um echtes Gold handeln würde. Wahrheitsgemäss antwortete ich, dass es dabei um ein billiges Schmuckstück handelte, und dass ich mir eine echte Goldkette gar nicht hätte leisten können.

Ob dieser Offenheit war der Räuber wohl etwas konsterniert, gab mir meinen Talisman zurück, kommentierte, ich sollte mir das Goldstück doch besser in die Tasche stecken, anstatt es offen zu tragen. Das würde die Gefahr, ausgeraubt zu werden, deutlich mindern. Dann schliesslich stieg er an der nächsten Haltestelle aus. Beim Aussteigen winkte er mir noch freundlich zu.

Ob die Waffe des Räuber tatsächlich funktioniert hätte, oder er nur mit seinem Zeigefinger simulierte, weiss ich nicht.

Mein Talisman hat jedenfalls funktioniert.

WM 2014: Nati mit Last-Minute-Sieg über Ecuador

06/2014

Die Zuschauer im „Grüezi“-Biergarten in Berlin lagen goldrichtig mit ihren Spiel-Ergebnis-Tipps. Das heisst, fast richtig. Denn eigentlich hat die Schweiz ja gar nicht 2:1, sondern 3:1 gegen Ecuador gewonnen. Doch mit den Schiedsrichterentscheidungen ist das bei der WM 2014 schon seit dem Eröffnungsspiel ja so ein Thema. Die Ecuadorianer gingen gegen die Eidgenossen in der 22. Minute durch Valencia in Führung, in der 48. Minute köpft der gerade eingewechselte Mehmedi nach einem Eckball von Rodriguez zum Ausgleich. In der 70. Minute toller Kopfball von Drmic und erneut Tor für die Schweiz. Nein, doch nicht. Drmic soll im Abseits gestanden haben. Sagt der Unparteiische. Abseits ist und bleibt nun mal, wenn der Schiedsrichter pfeift. Tatsachenentscheidung nennt man das. Da hilft die neue Torlinien-Erkennungstechnik ebenso wenig wie der „Rasierschaum“ zur Markierung des einzuhaltenden 9,15m-Abstandes bei Freistössen, den der Referee den zu nah am Ball stehenden Spielern schon mal gerne über die Stutzen sprüht. Hansi Seferovic schliesslich beschert nach Vorlage von Rodriguez der Nati in der letzten Sekunde der Verlängerung (!) den 2:1-Sieg. Eindeutiges Tor. Auch ohne Torerkennungstechnik und ohne Rasierschaum.