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Auf ein Neues – Hopp Schwiiz!

09/2014

Kaum sind die Fussball-WM 2014 und die Sommerferien in allen Kantonen vorbei, stehen schon wieder neue fussballerische Aufgaben an: ab heute geht es für unsere Nati um die Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich.

Erstmals unter der Leitung von Vladimir Petković heisst der erste Gegner unserer Kicker in der Qualifikationsgruppe E: England. Länderspiele gegen die Insel haben eine lange Tradition: das erste fand bereits im Jahre 1909 statt und ging für die Eidgenossen passend zur Jahreszahl mit einem 0:9-Debakel zu Ende. Zum Glück war das Debütspiel aber nur eine Freundschaftsbegegnung. Allerdings bot England in diesem Spiel wie in den beiden Nachfolgepartien auch nur seine Amateure auf. Das erste Länderspiel gegen die englischen Profis fand im Jahre 1933 statt und ging bereits nur noch 1:4 verloren.

Den ersten Sieg gegen die Engländer, nunmehr durchgehend als Berufsfussballer auflaufend, konnten unsere Tschütteler dann schon fünf Jahre später einfahren. Nach Abpfiff stand es am 21.05.1938 am Hardturm in Zürich immerhin 2:1 für die Eidgenossen – leider war das wiederum nur ein Freundschaftsspiel.

Der Hardturm schien fortan ein gutes Pflaster für unsere Fussballer zu sein: Der nächste Sieg gegen die Jungs von der Insel kam schon 1947, Endstand 1:0.

Es folgte aus Schweizer Sicht eine gegen die Engländer sportlich weniger erfolgreich Zeit, über die wir lieber nicht viele Worte verlieren wollen. Nur soviel: die Wartezeit war lang, der nächste Sieg gegen England fand mit 2:1 erst in den Achtziger Jahren, genauer am 30.05.1981 statt. Aber: immerhin war das ein WM-Qualifikationsspiel!

Wenngleich es aus Schweizer Sicht gegen England also wenig positive Fussball-Erinnerungen gibt, sollte die jetzige Qualifikations-Gruppe E für die Nati doch zu packen sein: die weiteren Gegner unserer Gruppe heissen Slowenien (Hinrunde: 09.10. in Maribor), San Marino (14.10. in Serravalle), Litauen (15.11. in St. Gallen) und Estland (27.03.2015, Austragungsort in der Schweiz steht noch nicht fest). Gegen Litauen gab es zwar seitens der Schweiz noch nie eine Begegnung, die Litauer gelten aber auch nicht gerade als unbezwingbare Weltnation im Fussball.

Erhöht wurde die Anzahl der Teilnehmer für die Endrunde der Europameisterschaft, sie beträgt jetzt 24 statt wie bisher 16. Frankreich ist als Gastgeber zwar direkt für die Endrunde qualifiziert, spielt die Quali aber trotzdem mit. Allerdings werden in den Spielen mit französischer Beteiligung keine Punkte vergeben. Für den Austragungsmodus der EM 2016 bedeutet das, dass für die zu vergebenden 23 Plätze die beiden Gruppenbesten jeder Gruppe sowie der beste Gruppendritte aus allen neun Qualifikationsgruppen sich direkt für das Turnier qualifizieren. Die übrigen Gruppendritten spielen im Play-Off-Modus die restlichen Teilnehmer aus.

Damit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, bei soviel Regelwerk nun nicht schon auf dem Weg zum Kühlschrank die Puste ausgeht, haben wir bei crazystuff.ch vorgesorgt und empfehlen Ihnen partiebegleitend unseren Cooper Cooler Getränkekühler, um Ihr Lieblingsgetränk auch ohne Kühlschrank nicht nur auf die richtige Trinktemperatur zu bringen, sondern auch zuverlässig auf Temperatur zu halten.

Falls Sie sich lieber doch sportlich betätigen wollen, dann montieren Sie doch den Flaschenöffner für die Wand neben dem Kühlschrank. Dann müssen Sie zumindest aufstehen.

Swiss Hand

Hopp Schwiiz

 

 

Die besten Sandwiches der Welt – Teil 2

09/2014

Es geht weiter mit Teil 2 unserer vierteiligen Miniserie “28 Sandwiches aus aller Welt”. Heute sind Deutschland, Japan, England, die USA, China, Frankreich und Kanada dran:

8. (Bayrischer) Leberkäse

Herkunftsland: Deutschland

Was ist drin: Während Deutsche in der Regel ja dafür bekannt sind, Dinge präzise und akkurat zu bezeichnen, stellt sich bezüglich des Leberkäses heraus, dass unsere Lieblingsnachbarn auch ein wenig den Schelm im Nacken haben. “Leberkäse” bedeutet wörtlich genommen ja immerhin, dass ein irgendwie unter Hinzugabe von Leber entstandener Käse entstanden wäre. In Wirklichkeit enthält dieses Sandwich aber weder Käse noch Leber, ist dafür aber sehr köstlich. Im Ofen heiss gemacht und mit süssem Senf in einem Brötli oder auf dem Teller mit Weisskraut und Meerrettich serviert, ist es im Grunde ein länglicher Hackbraten nach Hausfrauenart, und sieht fast so aus wie der Kastenkuchen, den es vielleicht am Nachmittag zum Kaffeekränzchen gibt.

Fun Fact: Nach deutschem Lebensmittelrecht (ja, in Deutschland gibt es Gesetze für so ziemlich alles) dürfen als “Bayrischer Leberkäse” nur Produkte bezeichnet werden, die (zum Glück) keine [!] Leber enthalten. “Normaler”, also nicht “bayrischer” Leberkäse dagegen muss [!] ein Minimum von 4 Prozent Leber enthalten.

9. Katsu-Sando

Herkunftsland: Japan

Was ist drin: Paniertes Schweinefleisch auf Weissbrot mit Weisskraut. Ganz im Sinne der japanischen Tradition überzeugt auch das Katsu-Sando durch seinen Minimalismus.

Fun Fact: Es sieht aus wie ein Schnitzel. Aber es ist kein Schnitzel. Im Jahre 1899 in einem Tokioter Restaurant namens Rengatei erfunden, wurde das Katsu-Sando-Sandwich ursprünglich als eine Art “yoshoku” angesehen – als ein westliches Gericht mit lokalen japanischen Einflüssen.

10. Chip Butty

Herkunftsland: England

Was ist drin: Das Chip Butty klingt lustig und es macht mindestens genauso viel Spass, es zu essen wie es auszusprechen. Erinnern Sie sich daran, wie Sie als Kind einzelne Pommes Frites in Ihren Burger steckten, um neue “Spezialitäten” zu kreieren und sich bereits als Genie wähnten? Der Chip Butty im Grunde genau Ihre Kreation aus Jugendtagen, mit dem Unterschied, dass die Engländer das Fleischstück einfach weggelassen haben. Brot, Pommes Frites, Ketchup und jede Menge Kohlenhydrate also, für den Fall, dass Sie auf Diät sind. Was Sie nicht sein sollten, denn –mhhhhhh- …lecker!

Fun Fact: Das Wort “butty” hat nichts –wie man durchaus vermuten könnte- mit der Beschaffenheit des verlängerten Rückgrates zu tun, sondern ist vielmehr eine Zusammenziehung von “Brot und Butter”. Ursprünglich als Mahlzeit für die einfachen Arbeiter gedacht, fand das Chip Butty sogar seinen Platz in dem Fangesang “The Greasy Chip Butty Song” des englischen Fussballklubs Sheffield United, und fungierte als Power-Up im Videospiel Earthworm Jim II [!].

11. PB & J

Herkunftsland: USA

Was ist drin: Erdnussbutter und Marmelade auf Weissbrot. Der Name PB & J rührt her von den Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnungen für Erdnussbutter (Peanut Butter) und Marmelade (Jelly).

Fun Fact: Die Amerikaner essen das cremige Zeug mit Vorliebe. Was drin ist, wissen Sie nun. Was Sie aber bestimmt noch nicht wussten, ist, dass jedes amerikanische Kind durchschnittlich nicht weniger als 1.500 PB & J-Sandwiches während seiner Schulzeit verschlingt, während es der durchschnittliche Europäer nicht mal auf einen einzigen Teelöffel Erdnussbutter-Konsum pro Jahr bringt.

12. Donkey Burger

Herkunftsland: China

Was ist drin: Es ist das drin, was Sie bereits vermuten: Eselfleisch, angerichtet auf einem Brötli.

Fun Fact: Für europäische Ohren umso weniger attraktiv ist es zu hören, dass dieses Sandwich traditionell kalt serviert wird. Die Chinesen können damit aber nicht ganz verkehrt liegen, denn in vielen Regionen Chinas ist der Donkey Burger, auf dessen chinesischen Namen wir wegen der komplizierten Aussprache hier verzichten, ausgesprochen beliebt. In der Provinz Hebei, wo der Donkey Burger eine besondere lokale Spezialität darstellt, wurde ihm gar ein chinesisches Sprichwort gewidmet: “Im Himmel gibt es Drachenfleisch, auf Erden gibt es Eselfleisch.” Das Drachenfleisch haben wir noch nicht probiert.

13. Croque Monsieur

Herkunftsland: Frankreich

Was ist drin: In seiner typischen Standard-Ausstattung ist das Croque Monsieur genannte Sandwich bereits leicht amerikanisiert: er besteht im Wesentlichen aus einem gegrillten Käse-Schinken-Toast und trägt eidgenössische Züge. Der Käse ist nämlich entweder Emmentaler oder Gruyère. Das Witzige am Croque Monsieur ist, dass der Käse sich auf der Oberseite [!] des Toastbrotes befindet.

 

Fun Fact: Bereits kurz nachdem der Croque Monsieur als Imbiss für zwischendurch in Kaffeehäusern und Bars um 1910 herum entstand, fand er bereits Eingang in bekannte Literatur: seine früheste Erwähnung scheint auf das Jahr 1918 zurückzugehen. Damals erschien Band zwei der “Suche nach der verlorenen Zeit” des französischen Schriftstellers und Kritikers Marcel Proust.

14. Montréaler Rauchfleisch-Sandwich

Herkunftsland: Kanada

Was ist drin: Koschere Fleisch-Delikatesse, hergestellt durch Salzen und Pökeln von Rinderbrust in einer speziellen Gewürzlake. Das Fleisch bleibt mindestens eine ganze Woche in der Lake eingelegt, um alle Nuancen der verschiedenen Geschmacksstoffe aufnehmen zu können. Danach wird das Fleisch in einem Niedertemperatur-Smoker verzehrfertig gemacht und auf Roggenbrot, gekrönt mit hochwertigem Senf, gereicht.

Fun Fact: Rauchfleisch-Sandwich nach Montréaler Art wird stets von Hand in Scheiben geschnitten. Dabei fallen jede Menge kleinere Stücke an, die nicht mehr für das eigentliche Sandwich verwendet werden können. Deshalb werden die kleinen Stücke in einer so genannten Rauchfleisch-Poutine, einer weiteren Montréaler Spezialität, zusammen mit Pommes frites, Käse und darübergegossener Bratensauce weiterverwendet. Aber das ist noch nicht alles: Der Kanadier kann beim Montréaler Rauchfleisch sogar in fünf Standardstufen auswählen, wie viel Fettanteil er oder sie im Fleisch haben möchte, von mager über traditionell, bis hin zur Sorte “Speck”, die in der Zusammensetzung ungefähr dem entspricht, was wir unter “Speck” verstehen.

Die besten Sandwiches der Welt – Teil 1

08/2014

Sandwiches sind in aller Munde – die aufgeschnittenen und mit den verschiedensten Zutaten gefüllten Brote sind einfach lecker und praktisch an jeder Ecke schnell verfügbar (könnte es nicht sein, dass der Name Fast Food eigentlich doch vom Sandwich kommt?) Der Markt hat den Trend erkannt. Sandwichketten spriessen in den letzten Jahren auch in der Schweiz wie Pilze aus dem Boden.

Die weltweite Beliebtheit von Sandwiches war uns Anlass genug, Ihnen die 28 beliebtesten Variationen aus aller Welt in unserer neuen, kleinen Serie vorzustellen.

Der Klassiker unter den Sandwiches aus aller Welt ist natürlich der

1. Döner Kebab

Herkunftsland: Türkei

Was ist drin: Der Lieblingssnack unserer deutschen Nachbarn stammt von einem langen Spiess, der zunächst mit vielen Lagen Fleisch, die von Rind, Poulet, Lamm oder Kalb stammen können, bestückt wird. Schweinefleisch wird nicht verwendet. Ein gut bestückter Dönerspiess kann dabei schon einmal bis zu 100 kg wiegen und muss aufgrund seines hohen Gewichts von zwei Männern getragen und aufgestellt werden. Während der Spiess -senkrecht gelagert- sich dicht am Feuer dreht, werden mit einem speziellen Dönermesser mundgerechte Stücke von diesem abgeschnitten. Das zum Verzehr in mundgerechte Stücke geschnittene Fleisch kommt in ein zum Teil aufgeschnittenes, taschenförmiges Brot (“Pita”) und wird mit einer Joghurt- oder Knoblauchsauce, manchmal auch mit Sesamsauce, weiterhin mit Zwiebeln, Gewürzgurkenscheiben, Salat und Tomaten garniert.

Fun Fact: “Döner” bedeutet wörtlich übersetzt “Drehspiess”. Dabei wurde der Döner in seiner heute bekannten Form eigentlich gar nicht in der Türkei, sondern im Jahre 1971 in Berlin erfunden. Als Erfinder gilt der türkische Auswanderer und “Dönerkönig” Mahmut Aygünin. Der erste Dönerladen in Europa befand sich am Berliner Bahnhof Zoo.

2. Vegemite Sandwich

Herkunftsland: Australien

Was ist drin: Erinnern Sie sich noch an das Video “Down Under” der australischen Gruppe “Men At Work”? Warum nur lächelt der Sänger so, während er dem unwissenden Gast einen Bissen von seinem Vegemite Sandwich anbietet? Wer Vegemite schon mal probiert hat, weiss es: Vegemite ist eigentlich eine Art Hefeextrakt und Nebenprodukt (weniger nett gesagt “Abfallprodukt”) aus der Bierherstellung. Die Australier mögen es, und schmieren es sich mit einer gewissen Vorliebe aufs Brot, welches dann zusätzlich mit Käse belegt wird. Vielleicht ist Vegemite eine Erklärung dafür, wieso die Australier so gerne die Welt bereisen, um die kulinarischen Köstlichkeiten anderer Länder kennenzulernen.

Fun Fact: Der Vorteil von Vegemite ist, dass es zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an Vitamin aus der B-Gruppe gehört. Vitamin B ist gut für den Energiestoffwechsel und starke Nerven und wirkt gut gegen Stress. Womöglich wirken die Australier deshalb immer so cool. Weniger überraschend dagegen ist, dass in Australien 30 mal mehr Vegemite-Gläser verkauft werden als im Rest der Welt zusammen.

3. Cemita

Herkunftsland: Mexiko

Was ist drin: Brot nach Art eines Butter-Hefezopfes wird mit dünn geschnittenen Avocados sowie mit fritiertem und ebenso dünn geschnittenem Rindfleisch, Käse, Zwiebeln und Kräutern gefüllt und der so genannten Salsa roja gekrönt. Die Salsa roja ist ursprünglich eine Taco-Sauce, bestehend aus Tomaten, Zwiebeln, kleingehackten Chilischoten und der für den typischen Geschmack verantwortlichen Korianderwürze.

Fun Fact: Die Cemita kommt ursprünglich aus Puebla und bezeichnet dort sowohl das typische dafür verwendete Brot wie auch das fertige Sandwich.

4. Banh Mi

Herkunftsland: Vietnam

Was ist drin: Der aus der vietnamesischen Sprache stammende Begriff “Banh Mi” bezeichnet erst einmal nichts anderes als Brot, speziell das aus der französischen Kolonialzeit bekannte lange Baguette, steht aber auch für das fertige, typische Sandwich des südostasiatischen Landes. Die Füllung eines Banh Mi ist im Grunde eine beliebige franko-vietnamesische Mischung aus allen möglichen typischen Zutaten der beiden Länder und kann daher stark variieren. Gurken, eingelegte Karotten mit Schweinefleisch vom Grill oder Schweinebauch, Schinken oder (auf vegetarische Art) mit gebratenem Tofu, gewürzt mit Mayonnaise, Knoblauch und Fischsauce sind aber fast immer drin.

Fun Fact: Der Sage nach stammt Banh Mi von dem vietnamesischen Smoothie-Hersteller Le Vo, der schon in den frühen 1920er Jahren in Vietnam die Vitaminbomben in Saftform anbot. Le Vo ist 1972 vor dem Vietnam-Krieg geflüchtet und musste sein ursprüngliches Geschäft einstellen. Danach ist er in die USA gegangen und hat im kalifornischen San José die Ba Le Bäckerei eröffnet, die als Geburtsstätte des Banh Mi ausserhalb von Vietnam gilt.

5. Arepa

Herkunftsland: Venezuela

Was ist drin: Der Begriff Arepa bezieht sich vornehmlich auf das umgebende, knusprige und dabei doch weiche Maisteig-Fladenbrot. Angefangen von Chorizo und Rindfleisch, gezogenem Schweinefleisch (dem so genannten Pulled Pork) über Käse und Avocados bis hin zu afrikanischen Kochbananen werden die Arepas mit so ziemlich allem gefüllt, was das kulinarische Füllhorn hergibt. Insoweit kann man ein Arepa durchaus als Taco 2.0 betrachten. Probieren Sie ein Arepa zum Frühstück, und dies dürfte eines der besten Frühstücke sein, die Sie jemals gehabt haben werden.

Fun Fact: In Venezuela sind Haushaltsgeräte zur Herstellung von Arepas ungefähr so alltäglich und populär wie Waffeleisen in Belgien. Noch wichtiger ist allerdings die Tatsache, dass viele Menschen, die jemals ein Arepa gegessen haben, dieses als das beste Frühstück der Welt bezeichnen.

6. Medianoche

Herkunftsland: Kuba

Was ist drin: Medianoche bedeutet wörtlich übersetzt “Mitternacht”. Dabei bezieht sich der Begriff auf den bevorzugten Konsumzeitpunkt des gleichnamigen Sandwiches. Die Medianoches wurden und werden in den Bars von Havanna traditionell um diese Zeit mit Vorliebe bestellt und verspeist. Interessanterweise sind die Medianoches auch ein leckerer Imbiss für zwischendurch und sehr beliebt bei all den Arbeitern, die in den Zucker- und Zigarrenfabriken des karibischen Inselstaates manchmal bis spät in die Nacht hinein arbeiten müssen. Eine Medianoche sieht ähnlich aus wie eine Frühlingsrolle, beinhaltet statt Soja aber eine gegrillte Käse-Schinken-Mischung, wobei der Käse in der Mixtur deutlich überwiegt. Dazu kommen eine Scheibe Schweinebraten, Schinken, Gurken und scharfer Senf. Am Schluss wird alles zusammen in einer waffeleisen-ähnlichen Brotpresse erwärmt.

Fun Fact: Aufgrund der relativen geografischen Nähe von Kuba zur amerikanischen Landzunge Florida wurde im April 2012 eine bestimmte Version der Medianoche als “Markenzeichen” der Stadt Tampa gekürt.

7. Chacarero

Herkunftsland: Chile

Was ist drin: Chacareros sind in dünne Scheiben geschnittene, gegrillte Steaks im Churrasco-Stil, serviert auf einem runden Brötchen, garniert mit Tomaten, Paprika und grünen Bohnen.

Fun Fact: Aufgrund der Chacareros könnte man glatt vermuten, dass die Idee “Direkt vom Bauernhof” und der derzeit wiederauflebende Trend, seine Produkte direkt vom Bauern zu beziehen, ursprünglich aus Chile stammt. Der spanische Begriff “chakra” bedeutet Bauernhof und bezieht sich auf frisch vom Bauernhof bezogene Ware. Vielleicht ist die Wortähnlichkeit aber auch nur Zufall.

In diesem Sinne wünschen wir „En Guete!“ Lassen Sie uns bei Gelegenheit wissen, welches Ihr persönlicher Favorit ist:)!

Brasilianischer Alltag

06/2014

Seit über zehn Jahren lebe ich, Roberto, jetzt in der Schweiz. Mir gefällt es hier, und hier lebt es sich ja schon sehr sicher. Das war bei mir nicht immer so.

Aktuell denke ich auch wegen der Fussball-WM oft an meine Heimat Brasilien. Ein paar Tage nach meinem achtzehnten Geburtstag sass ich in einem Bus in meiner Heimatstadt Niteròi auf dem Weg zu einem Gig, denn ich spielte damals in einer Band. Ich trug meinen Talisman in Form von einer Sonne an einer goldfarbenen Kette um den Hals.

Nach zwei Haltestellen stieg ein Typ mit Hawaii-Hemd in den nur spärlich besetzten Bus ein. Scheinbar ein Fremder, vielleicht ein Tourist, jedenfalls ziemlich unpassend gekleidet für unsere Gegend. Er setzte sich direkt neben mich – obwohl der Bus nicht sonderlich gefüllt war. Er versuchte in akzentfreiem brasilianischen Portugiesisch, mich in ein Gespräch zu verwickeln. Irgendwie kam mir die Sache nicht ganz geheuer vor, und ich wollte den Bus an der nächsten Haltestelle verlassen. Als ich aussteigen wollte, hat mich der Typ mit seinem Bein daran gehindert, aufzustehen. Er öffnete sein Hemd und zeigte auf eine Pistole, die er im Hosenbund trug. Dann forderte er mich auf, meine Goldkette abzulegen und ihm dieselbe gaaaaanz langsam zu überreichen. Da ich kein Risiko eingehen wollte und wusste, dass der Talisman funktionieren würde, tat ich wie mir befohlen und legte zitternd die Kette ab und reichte sie ihm. Mein Nachbar nahm die Kette in Empfang und steckte sie in die Tasche seines Hemdes. Ein gefühlte Ewigkeit später zog er die Kette wieder aus seiner Hemdtasche, hielt sie in der Hand und fragte, ob es sich bei seiner Beute denn eigentlich um echtes Gold handeln würde. Wahrheitsgemäss antwortete ich, dass es dabei um ein billiges Schmuckstück handelte, und dass ich mir eine echte Goldkette gar nicht hätte leisten können.

Ob dieser Offenheit war der Räuber wohl etwas konsterniert, gab mir meinen Talisman zurück, kommentierte, ich sollte mir das Goldstück doch besser in die Tasche stecken, anstatt es offen zu tragen. Das würde die Gefahr, ausgeraubt zu werden, deutlich mindern. Dann schliesslich stieg er an der nächsten Haltestelle aus. Beim Aussteigen winkte er mir noch freundlich zu.

Ob die Waffe des Räuber tatsächlich funktioniert hätte, oder er nur mit seinem Zeigefinger simulierte, weiss ich nicht.

Mein Talisman hat jedenfalls funktioniert.

18 Dinge über die WM, die Sie garantiert noch nicht wussten.

06/2014

Es ist mal wieder so weit. Alle vier Jahre das Gleiche. Jedenfalls fast. Und dabei wird es nie langweilig. 22 erwachsene Männer, die 90 Minuten lang versuchen, einen Ball in einen eckigen Kasten zu befördern. Wenn ihnen das gelingt, flippen die Massen aus. Das gibt es eben nur in der populärsten Sportart der Welt – dem Fussball. Seit Donnerstag rockt die Fussball-Weltmeisterschaft also die Welt. Bis zum 13. Juli wird uns das Turnier Geschichte und Geschichten in sämtlichen denkbaren Facetten bescheren. Selbstgemachte YouTube-Clips von aufspringenden Couch-Potatoes, die ein Tor feiern (erste Clips wurden bereits gesichtet), Schlachtgesänge von den Tribünen, Schiedsrichterdiskussionen über berechtigte oder unberechtigte Elfmeter. Last but not least werden wir vielleicht endlich die Begriffe “doppelter Sechser” und “falscher Neuner” verstehen lernen. Aus aktuellem Anlass haben wir einige spannende Fakten zusammengetragen, die Sie garantiert noch nicht wussten. Falls doch, dürfen Sie sich wahlweise “wahrer Experte” oder “Fussball-Titan” nennen. Den ganzen Beitrag lesen »

TwistBook

08/2013

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Obwohl man unzählige Bücher in digitaler Form auf nur einem kleinen Gerät speichern kann, vermissen Buch-Fans vor allem das haptische Gefühl und den Geruch von frisch bedrucktem Papier. Das Konzept TwistBooks von Designer Fabrice Dubuy soll das E-Book nun etwas näher an seinen gedruckten Konkurrenten heranbringen.

Der Clou des TwistBook: es besitzt zwei Bildschirme statt nur einen, wie sonst üblich. Beide Bildschirme befinden sich in einer Hülle, die an die Bindung herkömmlicher Bücher erinnern soll. So kann die Illusion eines aufgeschlagenen Buches mit zwei Seiten vermittelt werden. Zusammengeklappt sieht das TwistBook, dessen Einband selbst gestaltet werden kann, wie ein gebundenes Buch aus. Den ganzen Beitrag lesen »

Satis Smart Toilet

08/2013

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Gibt es eigentlich in unserem Alltagsleben irgendeinen Ort, der noch nicht von der Digitalisierung durchdrungen ist? Selbst der stille Ort, der Lokus, ist längst digitalisiert. Das stille Örtchen mit dem Namen Satis der Firma Lixil lässt sich via Bluetooth über eine Android-App steuern. Den ganzen Beitrag lesen »

Moving Colour Fliesen

08/2013

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Moving Colour heissen die 10 mal 10 Zentimeter grossen Fliesen, die je nach Temperatur ihre Farbe ändern. Die Fliesen aus Glas reagieren auf Wärme und sind für eine spezifische Zimmertemperatur geschaffen.

Dabei handelt es sich ganz einfach gesagt um Fliesen, die ein Gespür für die Wassertemperatur haben und sich je nach Temperatur verfärben. Den ganzen Beitrag lesen »

Tischdecke zum Bemalen

08/2013

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Kleinkinder, Stifte und weisse Wände sind meistens keine gute Kombination. Diese Tischdecke ist die Lösung: Sie lässt sich nach Herzenslust bekritzeln und danach wieder waschen.

Die Kinder malen auf ihrer tollen Tischdecke, so schön und heftig, wie sie wollen. Die so erschaffenen Kunstwerke lassen sich wieder beseitigen, indem die Tischdecke ganz einfach in die Waschmaschine gesteckt wird. Und wenn die Tischdecke wieder sauber ist, kann es erneut losgehen mit der Kreativität. Den ganzen Beitrag lesen »

Winbot 7 Fensterreinigungsroboter

08/2013

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Zum Fensterputzen benötigen Sie einen Abzieher, Reinigungsmittel, einen Eimer, einen Lappen usw. Und nur zu gut wissen Sie, wie mühselig diese Arbeit ist! Mit diesem Fensterreinigungsroboter gehört all dies der Vergangenheit an. Ob gross oder klein, schwer zugänglich oder ein einfaches Küchenfenster, der Winbot 7 putzt alle Fenster ohne Ausnahmen, Flecken und Streifen. Er wird einfach mithilfe eines Saugsystems auf das zu putzende Glas gesetzt und schon putzt er von alleine das ganze Fenster ohne eine Stelle auszulassen oder Streifen zu hinterlassen. Den ganzen Beitrag lesen »