aida – die Zukunft der Navigationssysteme

Wenn sich die Forscher von Audi und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) zusammensetzen, um nichts weniger als die Zukunft der Navigationssysteme zu planen, so darf man auf das Resultat gespannt sein. Das Kind dieser Bemühungen mit Namen aida hat denn auch in sich, es ist eher ein selbstlernender Roboterbeifahrer als ein Navigationssystem.
Der “Affective Intelligent Driving Agent”, kurz aida kommuniziert mit dem Fahrer eines Autos und lernt aus dessen Gewohnheiten. Fährt der Fahrer regelmässig den selben Weg zur Arbeit zu immer etwa der selben Tageszeit, so erkennt aida seine Gewohnheit. Tankt der Fahrer immer an der selben Tankstelle oder kauft der Fahrer immer im selben Stadtviertel ein, so wird dieses Verhalten erkannt und beispielsweise bei leerem Tank die Stammtankstelle des Fahrers für einen Tankstopp vorgeschlagen.
Dabei werden viele Sensorendaten des Fahrzeuges gleichzeitig erfasst, wie die Sitzposition erfassen, der Reifendruck, der Tankstand oder der Abstand zum Vordermann.
aida berücksichtigt dabei nicht nur die Gewohnheiten des Fahrers. Der Roboter empfängt gleichzeitig die aktuelle Verkehrsinformation und leitet den Fahrer um einen Stau oder eine Baustelle herum. aida ist ein Versuch, die Vielzahl der heute bereits verfügbaren Daten im Zusammenhang mit einer Autofahrt zu kombinieren und in Form einer menschennahen Schnittstelle dem Fahrer durch eine unterstütztende Art zu vermitteln.
Schöne neue Welt. Fragt sich nur, was der Beifahrer dann noch zu sagen hat.
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Schlagworte: Auto, Navigationssytem
Autor/in: Frank Marent








